Hausnotruf

Alleinstehende, ältere oder hilfebedürftige Menschen können zu Hause leicht in Notfallsituationen geraten, etwa, wenn sie einen Schwächeanfall erleiden, Atemnot bekommen oder stürzen. Ein Notrufsystem wie es im betreuten Wohnen oder in anderen Senioreneinrichtungen selbstverständlich ist, kann man sich auch nach Hause holen: Mit unserem Hausnotruf.

Funktionsprinzip des Hausnotrufs

Ein Funk-/Sendegerät, ausgestattet mit einfachen, farblich markierten Tasten wird an die Telefonbuchse angeschlossen. Mit einem einzigen Tastendruck wird die Verbindung mit einer rund um die Uhr besetzten Notrufzentrale aufgebaut.

Zusätzlich erhält man einen so genannten Funkfinger – eine mobile Notfalltaste zum Umhängen oder an einem Armband, die man immer am Körper tragen sollte. Sie hat eine Reichweite von etwa 50 Metern zur Funk-/Sendestation.

Nach dem Tastendruck in einem Notfall wird über den Lautsprecher der Funk-/Sendestation eine Sprechverbindung zur Notrufzentrale aufgebaut. Dort hat der Mitarbeiter über den Computer Zugriff auf allen hinterlegten Informationen über seinen Anrufer: medizinische Daten und eine Anrufliste (Notrufverfolgungsliste). Anhand der Informationen, die der in Not Geratene dem Mitarbeiter in der Zentrale geben kann, wird ein entsprechendes Notfall-Management in Gang gesetzt. Antwortet der Anrufer nicht, weil er bewusstlos ist oder sich nicht in Rufweite zur Teilnehmerstation befindet, wird der Notarzt alarmiert.

Das kostet die Notfallhilfe auf Knopfdruck

Es werden einmalig Anschlusskosten von 25,00 Euro fällig und ein monatlicher Betrag von 23,00 Euro für Gerätemiete. Der Hausnotruf gilt als zuzahlungsfreies „technisches Pflegehilfsmittel“. Für pflegebedürftige Menschen, die Leistungen aus einer der fünf Pflegegrade erhalten, übernimmt deshalb die Pflegekasse auf Antrag die Kosten, sofern der/die Hilfebedürftige allein lebt oder die meiste Zeit des Tages allein ist. Ohne Pflegegrad muss man die Kosten selbst tragen. Sozialhilfeberechtigte Menschen ohne Pflegeeinstufung bekommen die Kosten nur dann erstattet, wenn ein Arzt die Notwendigkeit eines Hausnotrufs begründet.

Umfang der Zusatzleistungen

Die aufgeführten Zusatzleistungen sind gegen Gebühr buchbar:

  • Eine Schlüsselaufbewahrung: So kann zum Beispiel im Notfall der Notarzt die Wohnung öffnen. Dies kann Geld sparen, denn muss in einem Notfalleinsatz die Haustür aufgebrochen werden, trägt man die Reparaturkosten selbst.

Detaillierte Informationen erhalten Sie telefonisch bei Frau Cornelia Bormann unter Tel. 05331 61330.